Wirtschaftsverträge · Veröffentlicht am 17.07.2026 · ~4 Min. Lesezeit

Absichtserklärung (LOI): Wozu sie dient

Die Absichtserklärung, oder LOI, hält das Interesse der Parteien fest, in einer Verhandlung vor dem endgültigen Vertrag voranzuschreiten. Gut formuliert ordnet sie Erwartungen und das bereits Vereinbarte.

Was die Absichtserklärung ist

Die Absichtserklärung, auch unter dem englischen Kürzel LOI (letter of intent) bekannt, ist ein in frühen Verhandlungsphasen verwendetes Dokument. Sie hält üblicherweise das Interesse der Parteien fest, ein Geschäft wie eine Partnerschaft, eine Übernahme oder eine Investition weiter zu verhandeln, bevor der endgültige Vertrag unterzeichnet wird. Im Allgemeinen hilft sie, Verständnisse abzustimmen und die nächsten Schritte zu ordnen.

Wozu die LOI üblicherweise verwendet wird

Die LOI tritt häufig bei Transaktionen auf, die vor dem Abschluss eine gründlichere Prüfung erfordern. Sie dient tendenziell einigen praktischen Zwecken in der Verhandlung.

  • Das Interesse und die wichtigsten besprochenen Bedingungen formalisieren
  • Fristen und Etappen festlegen, etwa Prüfungen und Due Diligence
  • Vertraulichkeit über die Verhandlungen festlegen
  • Punkte festhalten, die noch der Verhandlung unterliegen

Verbindliche und unverbindliche Klauseln

Ein heikler Punkt der Absichtserklärung ist die Festlegung, was verbindlichen Charakter hat und was nur hinweisend ist. Im Allgemeinen können Teile des Dokuments unverbindlich sein, während andere, wie Vertraulichkeit und Exklusivität, üblicherweise als verbindlich behandelt werden. Diese Unterscheidung klar zu machen hilft, Zweifel über die Reichweite der Verpflichtung zu vermeiden.

Vorkehrungen bei der Formulierung

Auch wenn es sich um ein vorläufiges Dokument handelt, kann die LOI je nach ihrer Formulierung relevante Wirkungen entfalten. Deshalb ist es üblich, auf die verwendete Sprache zu achten, damit der Text die tatsächliche Absicht der Parteien widerspiegelt. Die angemessene Behandlung hängt von der Art der Transaktion und der Verhandlungsphase ab.

Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Jeder Fall muss individuell von einem Anwalt geprüft werden.

Häufige Fragen

Verpflichtet die Absichtserklärung die Parteien zum Abschluss des Geschäfts?

Das hängt vom Wortlaut ab. Im Allgemeinen hat ein Großteil der LOI hinsichtlich des Abschlusses unverbindlichen Charakter, aber bestimmte Punkte wie Vertraulichkeit und Exklusivität können verbindlich sein. Die aufmerksame Lektüre des Dokuments ist wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen LOI und endgültigem Vertrag?

Die LOI hält üblicherweise Absichten und vorläufige Bedingungen einer Verhandlung fest, während der endgültige Vertrag die Vereinbarung mit vollständigen Verpflichtungen formalisiert. Die LOI geht der Etappe voraus und ordnet sie, die zum endgültigen Vertrag führen kann.

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